Vergütung

Jedes Bauvorhaben ist speziell zu betrachten, die Maßnahmen ähneln sich ggf., sind jedoch nie gleich.

Die Honorierung obliegt dabei dem realen Zeitaufwand. Die Bundesarchitektenkammer haut auf ihrer Internetseite www.bak.de Empfehlungen für die Honorierung der Koordinatorentätigkeit gegeben. Inwieweit sich die Parteien exakt an diese Empfehlungen halten, hängt nicht zuletzt auch von der Maßnahme an sich sowie den Kenntnissen des Koordinators zum Leistungsbild ab. Die tabellarische Auflistung der Tätigkeiten des Koordinators auf der Seite der Bundesarchitektenkammer vermittelt zunächst dem Bauherren einen Überblick. Der erfahrene Koordinator kennt seine Verantwortung und leitet hieraus den zeitlichen Aufwand ab, was in der Regel zu einem Zeit- oder auch Pauschalhonorar führt. Die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure ( HOAI ) bietet kein spezielles Leistungsbild für die Sicherheits- und Gesundheitsschutz Koordination. Abgeleitet von dieser Tatsache gilt, dass die Vergütung des Koordinators frei zu vereinbaren ist.

Folgende Faktoren sind jedoch in die Ermittlung der Vergütung einzubeziehen:

Die Baustellenverordnung sieht für den Koordinator keine Weisungsbefugnis vor. Läßt sich der Koordinator vertraglich dennoch eine Weisungsbefugnis übertragen, ist dieses haftungsrelevant sowie risikoerhöhend und bei der Kalkulation weitergehend zu berücksichtigen.

Um zu einer auskömmlichen und für Koordinator wie auch Bauherrn „angemessenen“ Vergütung zu gelangen, ist es deshalb notwendig, die Vergütung nach Stundensätzen zu ermitteln. Hierbei ist zu beachten, dass § 6 HOAI Zeithonorar nicht gilt. Es können dementsprechend ohne Bindung an Höchst- und Mindestsätze der HOAI Stundensätze vereinbart werden, wie sie auch von anderen technischen Dienstleistern , z.B. Sachverständigen berechnet werden.